Freiraum, Pflanzen, Frischluft und Tiere

Freiräume und Vegetation

Freiraumgestaltung

Es entsteht ein Freiraumkonzept, das besondere Angebote macht und spannende Räume bietet.

Die unmittelbar angrenzenden Grünflächen der Geschosswohnungsbauten sind als offene Gärten geplant. Hecken, Sträucher und Gräser definieren unterschiedliche Bereiche. Diese vielfältige und robuste Vegetationsstruktur lässt Raum für eine individuelle Aneignung durch die Bewohner und es entstehen Streif- und Spielräume für Kinder. Die lang gestreckten Räume zwischen den Gebäuden werden als gemeinschaftliche Hofflächen gestaltet.

Insgesamt entstehen Freiräume, die vor allem Angebote für junge Familien, Kinder und das nachbarschaftliche Miteinander in sich tragen und zu kommunikativen Orten für alle Bewohner und Besucher werden.

Für die Bepflanzung sind Arten vorgesehen, die sich an den Klimawandel anpassen - sie sind zuverlässig frosthart, hitzeverträglich und vertragen sommerliche Trockenheit.

Büro nsp, 9/2017

Frischluftschneisen

Die Frischluftschneisen verlaufen von Norden nach Süden und transportieren kühle Luft aus dem Wald in die umliegenden Wohngebiete.

Die Bebauung wurde so ausgerichtet und konzipiert, dass diese Funktion erhalten bleibt. Dies ist in Hinblick auf die zu erwartenden steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels ein wichtiger Parameter, um die Lebens-und Wohnbedingungen der „neuen“ und „alten“ Bewohner weiterhin angenehm zu gestalten.

Die Flugschneisen der Fledermäuse bleiben erhalten.    

Um die klimatischen Veränderungen vor, während und nach der Bauphase des Wohnquartiers zu dokumentieren, wurde eine Messstation auf dem Grundstück platziert, die Wind, Temperatur und Luftfeuchte in 2m und 10m Höhe misst.

LHH 9/2017

Besondere Quartiersbewohner

Bei der Verwendung der Pflanzen wurde insbesondere auf den Artenschutz geachtet.

Artenschutz ist eine grundsätzliche und bedeutende Aufgabe für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und der biologischen Vielfalt. Auch in der Stadt kommen seltene Tiere und Pflanzen vor. Eine sinnvolle Pflanzenverwendung mit Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen ermöglichen für viele Tierarten ein Angebot als Zufluchtsort, Nahrungsquelle und Kinderstube.

Der 30m breite Waldsaum zwischen Wald und Bebauung wird neu bepflanzt und gestaltet, um den Schutz der Waldbewohner zu gewährleisten.

Unter anderem teilen sich Gimpel, Bussard, Fledermaus und Mittelspecht mit den zukünftigen Bewohnern den Lebensraum Hilligenwöhren.